Eines Tages ging Nasreddin Hodja ins Freie, um ein bisschen frische Luft zu schnappen und vom täglichen Stress der Stadt fern zu sein. Er ging lange spazieren und schliesslich wurde er müde. Es war eine drückende Hitze an diesem Tag. Er setzte sich in den Schatten eines Nussbaumes. Er stützte sich mit dem Rücken an den Baum und streckte die Beine aus, da sah er gegenüber ein Kürbisfeld.
In diesem Moment philosophierte er so vor sich hin: “Sicher Gott ist mächtig. Man darf seine Nase nicht in Gottes Werke stecken, aber ich glaube, das ist ein Irrtum. “Guck mal, diese Kürbispflanze. Ihre Frucht ist so gross, aber die Äste, die sie tragen müssen, sind so dünn. Dieser Baum ist aber das Gegenteil. Er ist so gross und so stark, trägt aber nur kleine Walnüsse. Es wäre besser, wenn es umgekehrt erschaffen wäre.”
Während der Hodja so überlegte, fällt plötzlich eine Walnuss vom Baum auf seinen Kopf. Das tat ihm natürlich weh. Im Nu wachte Hodja auf und fing mit dem Bussgelöbnis an: Oh mein Gott, verzeih mir. Sicher, du weisst alles besser. Es war dummes Zeug, was ich eben gedacht habe. Was wäre mit mir geschehen, wenn auf dem Baum ein Kürbis gewesen wäre…?”
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Nasreddin Hodja
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
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Das Dromedar stellt sich vor
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Bismillahirrahmanirrahim
Asselamualaykum liebe Kinder
Wisst ihr wer ich bin und wie ich heisse? Sagt ihr Kamel? Leider nicht ganz korrekt, falls ihr denkt, dass ich ein Kamel bin!
Denn ich bin ein Dromedar. Aber ich gehöre zur Familie der Kamele. Also wir sind doch nah verwandt. Mich nennt man auch “Einhöckriges”. Ein Kamel hat hingegen zwei Höcker. So könnt ihr mich unterscheiden von einem Kamel. Als kleiner Tipp. Ich bin in Arabien und in Nordafrika zu Hause. Na ja, falls ihr mal nach Arabien reist, dann erwarte ich euch am Rand der Wüste “Sahara”. Vielleicht treffen wir uns irgendwann mal? Wer weiss!
Ihr müsst wissen, auf mir hatte der Prophet Muhammed (sas) viel geritten. Noch nie war das Laufen für mich so schön, wie wenn er auf dem Höcker sass. Ausserdem stammt mein Name aus dem griechischen, was soviel bedeutet wie “laufend”. Ich gehöre zu der Gruppe der Säugetieren.
Wisst ihr wie ich genau aussehe? Hat mich jemand schon mal gesehen? Wenn nicht, dann ist es höchste Zeit, inshallah! Aber trotzdem möchte ich mich euch näher vorstellen: ich habe wunderschöne, sehr lange Wimpern. Diese langen Wimpern schützen mich vor dem Sand! Wiederverschliessbare Nasenlöcher dank meines Schöpfers Allah (t)! Wisst ihr weshalb ich mich bei Allah (t) so bedanke? Stellt euch mal vor, falls ich keine wiederverschliessbare Nasenlöcher hätte, wäre es für mich ziemlich mühsam in der windigen Wüste. Die Sandkörner würden in meinen Körper eindringen, so dass ich ständig krank wäre! Was denkt ihr, wie lange könnt ihr mitten im Sommer, bei sehr hohen Temperaturen ohne Wasser aushalten? Schon von weitem höre ich, dass ihr “überhaupt nicht lange” antwortet! Tja, liebe Kinder, ich kann es ungefähr 10 Tage ohne ein Tropfen Wasser aushalten! Erst bei einer Körpertemperatur von 41 Grad fange ich an zu schwitzen. Und wenn ich einmal trinke, dann kann ich in nur 10 Minuten gesamte 130 Liter zu mir nehmen! Ihr denkt euch wohl, wo ich das ganze Wasser speichere? Also so funktioniert es: in meinem Höcker speichere ich kein Wasser, sondern bis zu 200 kg Fett. Dann kann ich das Fett mit Hilfe von Sauerstoff in Wasser umwandeln. Indirekt dient der Höcker also doch als Wasserspeicher! Ausserdem schützt der Höcker meinen Körper vor der Sonne, indem er die Hitze in sich aufnimmt und verhindert, dass sie meinem Körper abgegeben wird. Subhanallah!
Seht ihr wie mein Körper funktioniert? Und liest doch mal im Koran die Suret-ul Nahl Ayat 66: “und siehe, am Vieh habt ihr wahrlich eine Lehre…” Macht das jetzt, an dieser Stelle!
So jetzt verabschiede ich mich ungern von euch, aber ihr solltet mich noch ausmalen…
Selamunaleykum
Euer Dromedar
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