Wie die NZZ vom 11.10.2006 und der Tages-Anzeiger vom 14.10.2006 melden, haben zehn in Genf tätige muslimische Organisationen einen Dachverband gegründet.
Die Union der muslimischen Organisationen Genfs (UOMG) sei offen für weitere Organisationen, sagte Hafid Ouradiri, Sprecher der Islamischen Kulturstiftung, vor den Medien. Der Verband wolle nicht nur gläubige Muslime vertreten.
Die UOMG wolle künftig gegenüber den Behörden mit einer Stimme sprechen und den Standpunkt der Muslime besser vermitteln, aber auch eine Rolle in der Integration spielen. So sind u.a. Staatskundekurse geplant. Das Informationsbedürfnis in muslimischen Kreisen sei gross. Es gebe Leute, die wüssten nicht wie die Schweiz funktioniere, sagte der UOMG-Präsident Yahia Basalamah.
Auch der Direktor des Islamischen Zentrums von Genf, Hani Ramadan, erklärte: “Wir wollen Lösungen suchen und keine Probleme verursachen.”
Muslimischer Dachverband in Genf gegründet
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
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Haddsch – die alljährliche Wallfahrt der Muslime
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007

Bald ist es wieder soweit. Musliminnen und Muslime aus aller Welt bereiten sich auf eine einmalige Reise vor.
Die Zeit der Haddsch, die alljährliche Wallfahrt der Muslime, steht wieder bevor. Sie ist eine der 5 Säulen im Islam. Über drei Millionen Pilger werden sich voraussichtlich wieder in Mekka versammeln.
Lesen Sie dazu einen Erfahrungsbericht auf www.islam.ch.
Für weitere Informationen und Schritt für Schritt-Anleitungen der Pilgerfahrt mit Bild und Ton:
http://www.jinene.ch
http://www.igmg.de
http://www.muslimeopfern.de
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Minarett-Gegner planen Volksinitiative im 2007
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Minarett-Gegner aus verschiedenen Regionen der Schweiz wollen im Frühling 2007 eine eidgenössische Volksinitiative lancieren.
Wie verschiedene Tageszeitungen am 3. November 2006 berichteten, fordern SVP-Hardliner in einer Volksinitiative, die im Frühling 2007 lanciert werden soll, ein Minarett-Verbot und den obligatorischer Schwimmunterricht auch für muslimische Mädchen.
Die Initianten sehen in den Bauten religiös-politische Machtansprüche, die in der Schweiz nicht toleriert werden dürften, heisst es in der Mitteilung eines «Egerkinger Komitees» vom Donnerstag. Ihm gehören als Exponenten der eidgenössischen Politik die SVP-Nationalräte Walter Wobmann (Solothurn) und Ulrich Schlüer (Zürich) an
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IFL – Islamischer Frauenverein Luzern
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
“Wir möchten die Beziehungen zwischen den Frauen islamischen Glaubens fördern und vertiefen”
Der Islamische Frauenverein Luzern ist ein finanziell unabhängiger und politisch neutraler Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Beziehungen zwischen den Frauen islamischen Glaubens zu fördern und vertiefen, sich für die vollständige Integration von Muslimen im Kanton Luzern einzusetzen, den kulturellen Austausch zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Freundschaft und gegenseitigem Respekt zu erweitern und entwickeln, kulturelle, erzieherische und soziale Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen und sich an humanitären Aktionen, welche vor allem Frauen und Kinder betreffen, zu beteiligen.
IFL finanziert sich durch Mitgliederbeiträge sowie durch Interessenabhängige Spenden. Mitglied werden können Frauen aller Nationalitäten, nationalen Gruppen oder ähnliche Frauenzweckorganisationen islamischen Glaubens.
Einmal jährlich findet eine Generalversammlung aus Aktiv- und Passivmitgliedern statt, welche alle zwei Jahre die Mitglieder des Vorstandes, bestehend aus einer Präsidentin, einer Vize-Präsidentin, einer Sekretärin, zwei Kassiererinnen und zwei weiteren weiblichen Mitgliedern, wählt.
Nebst der Organisation von diversen Events, schafft der Verein muslimischen Frauen auch die Möglichkeit alleine oder mit ihren Kindern schwimmen zu gehen, indem er in regelmässigen Abständen ein Hallenbad zur Alleinbenutzung für die Frauen mietet.
Die Aktivitäten des laufenden Jahres bestanden unter anderem aus Ausflügen, Picknicks, Vorträgen, dem gemeinsamen Fastenbrechen im Monat Ramadan und einer Modeschau (siehe dazu untenstehende Box).
IFL freut sich immer wieder neue Frauen als Mitglieder willkommen zu heissen. Wenn auch Sie Interesse daran haben und/oder mehr über Veranstaltungen erfahren oder sogar daran teilnehmen möchten, dann melden Sie sich bitte unter:
IFL
Postfach 1330
6010 Kriens
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Nasreddin Hodja
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Eines Tages ging Nasreddin Hodja ins Freie, um ein bisschen frische Luft zu schnappen und vom täglichen Stress der Stadt fern zu sein. Er ging lange spazieren und schliesslich wurde er müde. Es war eine drückende Hitze an diesem Tag. Er setzte sich in den Schatten eines Nussbaumes. Er stützte sich mit dem Rücken an den Baum und streckte die Beine aus, da sah er gegenüber ein Kürbisfeld.
In diesem Moment philosophierte er so vor sich hin: “Sicher Gott ist mächtig. Man darf seine Nase nicht in Gottes Werke stecken, aber ich glaube, das ist ein Irrtum. “Guck mal, diese Kürbispflanze. Ihre Frucht ist so gross, aber die Äste, die sie tragen müssen, sind so dünn. Dieser Baum ist aber das Gegenteil. Er ist so gross und so stark, trägt aber nur kleine Walnüsse. Es wäre besser, wenn es umgekehrt erschaffen wäre.”
Während der Hodja so überlegte, fällt plötzlich eine Walnuss vom Baum auf seinen Kopf. Das tat ihm natürlich weh. Im Nu wachte Hodja auf und fing mit dem Bussgelöbnis an: Oh mein Gott, verzeih mir. Sicher, du weisst alles besser. Es war dummes Zeug, was ich eben gedacht habe. Was wäre mit mir geschehen, wenn auf dem Baum ein Kürbis gewesen wäre…?”
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Bericht über das Familienpicknick 2006
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Nachdem während der ersten Septemberwoche das Wetter nicht sehr gut war, konnte man hingegen am frühen Morgen des 9. Septembers 2006 erkennen, dass man einen wunderschönen Tag vor sich hat. Der Tag versprach sonnig mit sehr angenehmen Temperaturen zu werden. Genau die richtige Voraussetzung für ein Picknick. Und so machten sich um 9 Uhr früh oberhalb von Weggis viele eifrige Hände daran ein Fest vorzubereiten, dass es in dieser Form in der Zentralschweiz vorher noch nie gegeben hatte. Ein Feuer wurde entfacht, ein Grill aufgestellt, Tische und Stühle für die erwarteten Besucher bereit- und verschiedene Informations- und Verkaufsstände aufgestellt. Natürlich hat man auch die jüngeren Besucher bedacht und für sie eine Kinderbetreuung eingerichtet.
Um cirka 11 Uhr war es dann soweit, die ersten Besucher trafen ein und mit Ihnen die ersten Speisen. Nach und nach trafen weitere Leute ein und alle brachten Sie etwas zum essen mit, so dass um 12.00 Uhr das Buffet eröffnet werden konnte. Nebst verschiedenen Köstlichkeiten vom Grill, konnten sich die Besucher an einer grossen Auswahl an fremdländischen und schweizerischen Salaten, Beilagen und Desserts erfreuen. Es gab für alle genug Essen und es wurde ein gelungener Lunch.
Den ganzen Nachmittag über gab es verschiedene Aktivitäten. Während dem die Erwachsenen dem Vortrag über Familienwerte und Integration von Khaldoun Dia-Eddine lauschten, bastelten und malten die älteren Kinder und die ganz Kleinen hielten ihren Mittagsschlaf.
Anschliessend an den Vortrag sass man gemütlich bei Kaffee, Tee und Kuchen zusammen. Es wurde gemeinsam gebetet. An den Informationsständen konnte man sich Infos zu IGL und Muslime helfen holen. An einem Verkaufstand gab es, offeriert von der Islamischen Bibliothek Luzern, Bücher jeglicher Art zu kaufen, und an einem zweiten Stand gab es Frauenkleider für jeden Geschmack. Und damit nicht genug, auch die sportlicheren Besucher kamen nicht zu kurz: Fussball, Volleyball und Ping-Pong füllten den Nachmittag bis zum Abend.
Leider geht aber auch ein wunderschöner Tag wie dieser einmal zu Ende und was uns bleibt sind die Erinnerungen an die schönen Stunden, die wir gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern verbringen durften. Und gleichzeitig schürt es die Vorfreude auf den nächsten Anlass dieser Art.
Das Familienpicknick vom 9. September 2006 in Weggis wurde von IGL organisiert, mit dem Ziel ein Gemeinschaftszugehörig-keitsgefühl unter den in der Zentralschweiz lebenden Muslimen zu schaffen. Mit den cirka 150 Besuchern ist IGL der Anfang sehr gut gelungen und der Grundstein für das Ziel ist gesetzt. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihren Besuch und allen Helferinnen und Helfern für Ihre Mithilfe. Möge es in Zukunft, Inshallah, noch viele weitere Anlässe dieser Art geben.
Bilder:
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Innerlichkeit im Gebet
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Ein Mann kam zum Propheten (sas) und sagte: “Gib mir einen Rat”. Da sagte er: “Wenn du im Gebet stehst, bete, als sei es dein letztes Gebet, und sprich kein Wort, für das du dich morgen entschuldigen musst, und baue nicht auf das, was in der Hand von Menschen liegt.” (Ahmad, Mischkat)
“Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden, deshalb erschuf ich die Welt.” (nach Ibn ‘Arabi)
Der Kosmos, die Erde und wir selbst wurden erschaffen, damit wir Allah suchen, und uns – wenn wir Ihn durch Seine Gnade gefunden haben – in Erfurcht vor ihm niederwerfen. Diese Niederwerfungen, unsere Gebete, sind der eigentliche Zweck unseres Daseins. Manchmal bleibt uns neben den vereinnehmenden Verpflichtungen des Diesseits nicht die Zeit, darüber nachzudenken, weshalb wir hier sind. Die Wichtigkeit des Gebets ist uns nicht immer bewusst. Manchmal eilen wir nach dem Freitagsgebet davon, ohne das Sunnagebet verrichtet zu haben. Tatsächlich gibt es aber für uns in diesen paar Minuten auf der ganzen Welt nichts Wichtigeres zu tun als dieses Sunnagebet zu verrichten – sofern wir den Zweck unseres Daseins als Massstab für unsere Prioritäten anlegen. Zu einem Gebet gehören nicht nur die Worte und Bewegungsabläufe. Zu einem Gebet gehört unbedingt auch Innerlichkeit, Einkehr, Andacht. Wie bringen wir Innerlichkeit in unsere Gebete?
Die Weichen für ein intensives Gebet werden schon vor dem Beginn des eigentlichen Gebets gestellt. Innerlichkeit fängt damit an, dass wir zur richtigen Zeit mit dem Gebet beginnen. Die Haltung sollte nicht sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, wir müssen schnell noch das Mittagsgebet verrichten!”. Die Haltung sollte viel eher sein: “Oh! Bald bricht die Zeit des Nachmittagsgebets an, bald können wir beten.”

Als Vorbereitung auf das Gebet nehmen wir die rituelle Waschung vor. Unsere Gedanken sind währenddessen bei Allah und richten sich auf die jenseitige Welt aus. Deshalb scherzen wir auch nicht miteinander, während wir die rituelle Waschung vornehmen. Zur Vorbereitung des Gebets gehört auch die Wahl angemessener Kleidung.
Wir schaffen die richtige Atmosphäre für das Gebet, in dem wir Radio/Fernsehen ausschalten und lieber zweimal nachprüfen, ob unser Natel wirklich ausgeschaltet ist. Denn sollte es klingeln, wird uns dies unweigerlich aus der Konzentration des Gebets herausreissen, uns und alle die mit uns beten. Wenn alles bereit ist, und auch nichts in der Gebetsrichtung platziert ist, das uns ablenken kann, Bilder, Figuren, etc, dann rufen wir zum Gebet. Wenn wir die Hände zum Takbir ul-Ihram (Allahu akbar) heben, treten wir in das eigentliche Gebet ein. Im Gebet kommunizieren wir mit Allah, ganz direkt. Wie kann es sein, dass unsere Gedanken während dem Gebet – wir stehen vor Allah und sprechen mit Ihm – mal hier und mal da hin schweifen? Bei einem Verkaufs- oder Bewerbungsgespräch sind unsere Gedanken aber fokussiert. Eine der wichtigsten Bedingungen für ein inniges Gebet ist Konzentration. Wenn wir uns nicht konzentrieren können, müssen wir uns fragen warum nicht. Was ist der Grund? Mangelt es an der Vorbereitung des Gebets? Dann ist es einfach. Mangelt es uns an Wissen? Wissen wir zu wenig um wirklich Ehrfurcht vor Allah zu haben? Oder ist es Schaitan, der uns während dem Gebet durch seine Einflüsterungen ablenkt? Was es auch ist, wir bitten Allah in einer Du’a um Schutz vor Schaitan und um Konzentration im Gebet.
Wir bewegen uns langsam und würdevoll im Gebet. Bewegungen, die nicht zum Gebet gehören unterlassen wir ganz. Wenn wir vor Allah stehen, geziemt es sich nicht, den Bart zu kratzen, an den Kleidern zu zupfen oder anstelle einer Niederwerfung eine hektische Gymnastikübung zu vollbringen. Abgesehen davon lenkt uns dieses Verhalten von der Konzentration im Gebet ab.
Im Gebet sprechen wir langsam. Wir dürfen niemals vergessen, dass die Worte des Qur’an – Allahs Worte – enormes Gewicht haben. Wie könnten wir die Worte Allahs herunterleiern? Wenn wir langsam sprechen, haben wir Zeit um über das Gesprochene nachzudenken. Über das Gesprochene nachzudenken ist etwas vom Wichtigsten, um Innerlichkeit in das Gebet zu bringen. Der Eine oder der Andere wird jetzt vielleicht denken: ja, aber ich spreche doch kein Arabisch, während ich rezitiere verstehe ich nichts. Wir können die Bedeutung in einem Tafsir nachlesen, und wenn wir mehr wissen möchten, bitten wir den Imam, uns die Bedeutung der kleineren Suren ausführlich zu erklären.
Um diese Dinge im Alltag umzusetzen, hilft es, sich die einzelnen Punkte auf eine Checkliste zu schreiben und irgendwo aufzuhängen, wo man auf dem Weg zum Gebetsplatz vorbeigeht. Hier nochmals die Punkte in einer Zusammenfassung:
Vorbereitung
- Gebetszeit einhalten
- Wudu bewusst machen
- Sorgsame Kleidung
- Gebetsplatz ohne Ablenkungen
- Radio/Fernsehen/Natel ausschalten
Vollständiges Gebet
- Gebetsruf (Adhan / Iqomat)
- Sunnagebete vor und nach dem Gebet
- Dhikr und Du’a nach dem Gebet
Konzentration
- Langsam und würdevoll bewegen
- Langsam sprechen und über das
Gesprochene nachdenken
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Mit 14 Jahren Schweizer Meisterin im Golfspielen
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Olivia Birrer, junge Muslima aus Neuenkirch, ist 14 Jahre alt und spielt seit 4 Jahren Golf. Sie hat ein Handicap von 4.4, ist im Regionalkader Ost und wurde letztes Jahr
sogar Schweizer Meisterin. DG wollte erfahren, wie sie zu ihrem Erfolg
gekommen ist und hat sie dazu befragt.

DG: Olivia, was hat dich dazu inspiriert, Golf zu spielen?
Olivia: “Meine Eltern. Sie spielen Golf und haben damit meine Faszination für diesen Sport geweckt. Es dauerte nicht lange und schon ging ich mit ihnen spielen…”
DG: Was fasziniert dich am meisten beim Golf?
Olivia lächelt und sagt: “Dass man keine Gegner hat, sondern gegen sich selbst spielt, und dass jeder Golfplatz auf dieser Welt anders ist. Man braucht für diesen Sport auch sehr viel Selbstbeherrschung, damit man sich nach einem schlechten Schlag nicht herunterkriegen lässt.”
DG: Was meinst du genau mit “Selbstbeherrschung”?
Olivia: “Dass der Ball auf jeden Fall im Loch drin sein muss, ganz egal wie viel Zeit man dafür benötigt. Es braucht eine gewisse mentale Stärke, vor allem weil man nur dadurch ein tieferes Niveau erreichen kann.”
DG: Ist es Glückssache, ob man trifft oder nicht?
Olivia: “Ja und Nein. Man braucht schon manchmal Glück, damit einem alles gelingt. Vieles daran kann aber auch trainiert werden. Je mehr man trainiert desto mehr Bälle fallen ins Loch. Übung macht den Meister.”
DG: Ist es nicht schwierig für dich, Schule und Golf miteinander zu kombinieren?
Olivia: “Letztes Jahr war es für mich schwierig alles unter ein Dach zu bringen, doch dieses Jahr sieht es anders aus. Ich besuche das Sportgymnasium in Luzern. Ich besuche jeden Morgen und an zwei Nachmittagen wie gewöhnlich den Schulunterricht und über die restlichen drei Nachmittage können wir dann frei verfügen. Diese Nachmittage nutze ich um zu trainieren und manchmal auch um joggen zu gehen.”
DG: Was sind deine künftigen Ziele bezüglich Golf?
Olivia: “Vom Regionalkader ins Natioalkader aufzusteigen. Ich möchte die Schweiz im Ausland vertreten und das durfte ich zum ersten Mal in Italien, nämlich vom 9. – 12. November 2006.”
DG: Wie gestaltest du deine Freizeit?
Olivia: “Ich opfere viel Zeit für das Golfspielen. Denn es ist – ausser im Dezember und Januar – immer Golfzeit. Natürlich gönne ich mir auch mal einen Stadtbummel mit meinen Freundinnen.”
DG: Ist das Golfspiel nicht eher eine edlere Sportart? Es sieht so aus, als würde diese Sportart nur von älteren Menschen geehrt. Kannst du diese Behauptung bestätigen und wie fühlst du dich dabei?
Olivia: (macht grosse Augen) “Nein, Golf ist nicht nur für die Reichen! Manche spielen zwar nur, damit es heisst, “Oh, du spielst Golf!”. Aber es gibt natürlich sehr viele Leute, die Golf einfach mögen und Spass daran haben. Es muss nicht sein, dass man reich ist. So edel es auch scheinen mag, alle Golfer sind unter einander per du, egal ob man Arzt, Geschäftsführer oder nur Schüler ist. Noch bevor das Spiel anfängt, beginnen wir uns zu duzen… Dies ist eine Tradition im Golf. Das macht das ganze leichter und lockerer. Ich spiele öfters auch mit 70-Jährigen und habe damit absolut keine Mühe.”
DG: Wie lange dauert ein Spiel?
Olivia: “Etwa fünf Stunden für 18 Loch. Für jeden Schlag braucht man einen anderen Schläger.”
DG: Wie viele Pokale hast du schon?
Olivia: “17 Stück sind es mittlerweilen.” (und zeigt dabei stolz, wo sie platziert sind)
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Islamische Bibliothek in Emmenbrücke
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Schon seit langer Zeit plante der Vorstand der bosnischen Moschee im Bosnischen Zentrum Emmenbrücke eine Bibliothek einzurichten. Nun endlich, im vergangenen Ramadan, war es dann soweit. Der kahle Raum gleich hinter dem Gebetsraum in der bosnischen Moschee wurde in eine Bibliothek umfunktioniert. In der Mitte wurde ein langer Tisch mit Stühlen für die Besucher platziert und entlang den Wänden befinden sich die Regale, die darauf warten mit Büchern gefüllt zu werden. Man hofft, dass schon in den nächsten Monaten die ersten Bücher den ersten Lesern zu Verfügung gestellt werden können. Künftig werden dann laufend zusätzliche Bücher über diverse Themen hinzukommen. Der Schwerpunkt liegt dabei ganz klar bei der islamischen Literatur. Geplant sind Bücher in verschiedenen Sprachen, so dass Muslimen unterschiedlicher Herkunftsländer von der Bibliothek profitieren können.
Der Raum steht aber nicht nur wissensdurstigen Lesern zur Verfügung. Er kann auch für andere Aktivitäten, wie zum Beispiel für Vorträge, Seminare, Kurse, etc., genützt werden.

Die bosnische Moschee ist stolz darauf mit der Bibliothek einen Raum zum Wissensaustausch geschaffen zu haben und freut sich darauf, nach der Eröffnung in naher Zukunft, viele Besucher willkommen zu heissen.
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Was heisst Integration?
Geschrieben von Die Gemeinschaft - 1. Januar, 2007
Ein Interview mit Dr. Hansjörg Vogel, Integrationsbeauftragter des Kantons Luzern

DG: Glauben Sie, dass eine Integration statt finden wird?
Dr. Vogel: In den letzten 60 Jahren sind mehrere Millionen Menschen in die Schweiz immigriert. Gegenwärtig leben etwa 1,5 Millionen Personen ohne Schweizer Pass in unserem Land. Das Zusammenleben gestaltet sich grösstenteils friedlich und problemlos. Dies ist das Ergebnis einer grossen Anpassungslei-stung der Zugewanderten und auch einer gewissen Offenheit der Schweizer Bevölkerung.
DG: Wer darf sich als integriert fühlen? Wann ist man integriert?
Dr. Vogel: Diese Frage hat verschiedene Ebenen. Auf der sozialen Ebene bin ich dann in einer Gesellschaft integriert, wenn ich mich zugehörig fühle. Auf der strukturellen Ebene bin ich integriert, wenn ich meine Existenz gesichert habe durch Erwerbsarbeit oder Rente, wenn ich eine Wohnung habe, wenn ich mit dem Gesetz nicht in Konflikt stehe, und wenn ich mir Bildung erwerben kann.
DG: Welche positiven Entwicklungen haben sie bei der Integration beobachtet?
Dr. Vogel: Seit etwa zehn Jahren wird in unserem Land von Integration gesprochen. Seit etwa sechs Jahren werden Integrationsprojekte vom Bund und vielen Kantonen und Gemeinden gefördert. Dadurch gibt es zum Beispiel viel mehr alltagsorientierte Sprachkurse für Zielgruppen, die schwierig erreichbar sind (z.B. im Gastgewerbe, Schichtarbeiter, Familienfrauen). Soeben wurde ein neues Ausländergesetz angenommen, das in einem eigenem Kapitel die Integration als Staatsaufgabe definiert und festhält, dass Bund, Kantone und Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die Anliegen der Integration berücksichtigen sollen. Ich denke, dass wir immer noch am Anfang sind in der Entwicklung der Integration. Aber erste deutliche Schritte werden langsam erkennbar.
DG: Was bietet die schweizerische Gesellschaft an, damit sich die Ausländer integriert/aufgehoben fühlen?
Dr. Vogel: Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil die schweizerische Gesellschaft gegensätzliche Strömungen enthält. Das zentrale Angebot der Gesellschaft ist der Arbeitsmarkt – dieser ist auch der Motor der Einwanderung. Wer Arbeit hat, wer als Arbeitskraft geschätzt ist und dadurch auch die Möglichkeit hat, sein Leben zu gestalten, hat eine wichtige Basis der Integration. Die zweite grosse gesellschaftliche Instanz für Integration ist die Schule. Die Schule ist für alle obligatorisch, sie lehrt Schweizer- und Ausländerkinder das Zusammenleben. Mehr und mehr ergreift die Schule auch Massnahmen, um fremdsprachige Schü-lerinnen und Schüler zu unterstützen (Deutsch als Zweitsprache, Nachhilfeunterricht). In der Öffnung der Institutionen und Vereine besteht jedoch noch ein Nachholbedarf, dass alle Zugewanderten die gleichen Zugangschancen haben.
DG: Hat Integration auch negative Sichten? Wenn ja, welche?
Dr. Vogel: Integration als Hineinwachsen in ein gemeinsames Ganzes hat an sich keine negativen Seiten. Der Integrations-prozess verläuft jedoch nicht immer chancengleich und konfliktfrei.
DG: Warum ist die Integration – vor allem für die Schweiz – so wichtig?
Dr. Vogel: Wohin fehlende Integration führen kann, zeigten vor einem Jahr die Unruhen in Frankreichs Vorstädten. Gerade junge Menschen verlieren ihre Lebensperspektive. Dies führt zu Kriminalität, Zerstörung und unermesslichen Sozialkosten.
DG: Ist die Integration ein Thema, für das man sich gegenseitig bemühen muss oder müssen sich nur die Ausländer darum bemühen?
Dr. Vogel: Integration ist ein Prozess, an dem alle beteiligt sind, deshalb betont das neue Ausländergesetz, dass Integra-tion sowohl den entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer als auch die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung voraussetzt.
DG: Welche Rolle spielt die Religions-angehörigkeit bei der Integration? Ist z.B. die Konfession ein Störfaktor für die Integration?
Dr. Vogel: Die Religion ist ein wichtiger Faktor bei der Integration. Denn Religion vermittelt das Gefühl von Zugehörigkeit und Heimat. Sie schafft Sinn und Kraft in den Übergängen des Lebens. Migration ist ein einschneidender Übergang, der Verlust von Vertrautem und Einlassen auf Neues und Unbekanntes bedeutet. Eine religiöse Praxis, die bisher in der Aufnahmegesellschaft fremd war, kann im Alltag – vor allem zu Beginn – auch Fragen und Schwierigkeiten aufwerfen. So ist zum Beispiel die Lebensweise der Muslime in der Schweiz noch wenig bekannt. Sie wird erst seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit thematisiert.
DG: Was denken Sie zum Thema Kopftuch und Integration (z.B. bei der Arbeitsuche)?
Dr. Vogel: In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussion wird das Kopftuch oft mit der Unterdrückung der Frau oder einer politisch extremen Haltung verbunden. Dies schafft Misstrauen und Arbeitgeber befürchten, Mitarbeiterinnen mit Kopftuch würden bei der Kundschaft nicht akzeptiert. Ich denke deshalb, dass das Tragen des Kopftuchs die Arbeitssuche eher erschwert. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht leicht ist, die Religionsfreiheit in der Gesellschaft wirklich umzusetzen. Das Prinzip der Religionsfreiheit umfasst die Freiheit, ein Kopftuch zu tragen oder nicht. Diese Freiheit soll von allen anerkannt werden. Dazu brauchen wir noch einen längeren Weg.
DG: Wie ist allgemein Ihre Meinung über die Konsequenzen des neu gewählten Ausländergesetz, spezifisch über:
* Auswirkung auf muslimische Migrantin-nen und Migranten?
* Auswirkung auf Integrationsbemüh-ungen werden sie erschwert oder erleichtert?
* Wird es nicht mehr diskriminierend sein? (man unterscheidet zwischen gewünschte EU Migranten und nicht gewünschte Migranten aus anderen Ländern)
Dr. Vogel: Das neue Ausländergesetz sieht die Integration als Staatsaufgabe und formuliert das Ziel der Integrationspolitik (Art. 4): “Ziel der Integrationspolitik ist das Zusammenleben der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf der Grundlage der Werte der Bundesverfassung und gegenseitiger Achtung und Toleranz.” In einem eigenen Kapitel wird die Integrationsförderung beschrieben. Darin ist neu auch die Informationspflicht der Behörden über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz festgehalten. Auf dieser Ebene werden die Integrationsbemühungen wesentlich gesteigert. Was sich indirekt integrationshemmend auswirken wird, ist die Tatsache, dass die Zulassung und Rahmenbedingungen (vor allem für den Familiennachzug) der Zugewanderten aus den EU/Efta-Ländern und derjenigen aus den Drittstaaten sehr unterschiedlich sind. Dies schafft ein Gefälle zwischen den beiden Gruppen. Es ist noch nicht absehbar, was dies bedeutet. Auf die Integration der muslimischen Migrantinnen und Migranten direkt hat das neue Ausländergesetz keinen Einfluss. Indirekt sind sie davon betroffen, weil sie meistens aus Drittstaaten stammen. Dies kann sich zum Beispiel für Menschen aus der Türkei ändern, wenn die Türkei EU-Mitglied wird. Dann werden Zugewanderte aus der Türkei und aus Deutschland oder Frankreich die gleichen Aufenthaltsbedingungen haben.
DG: Wie sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt für muslimische Jugendliche aus? Gibt es Diskriminierung? Was für Aktionen/ Programme gibt es?
Dr. Vogel: Mir sind keine Untersuchungen bekannt, die die Diskriminierung muslimischer Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt nachweisen. Nach einer Studie werden ausländische Jugendliche vor allem aus der Türkei und Serbien, sowie albanische Jugendliche bei der Lehrstellensuche deutlich diskriminiert. Dabei spielt nach meiner Einschätzung die Religion keine grosse Rolle. Es geht mehr um das “Image” dieser Bevölkerungsgruppe, das unter sozialen und kriminellen Schwierig-keiten einer kleinen Minderheit von ihnen leidet.
DG: Was gibt es für aktuelle integrationsfördernde Aktionen und Programme im Kanton Luzern?
Dr. Vogel: Neben der Integrationsförderung in der Schule durch Deutsch als Zweitsprache, durch Integrationskurse für Jugendliche, durch verschiedene Elterninformationen und der Integrationsförderung im Erwerbslosenbereich gibt es eine Projektförderung von Integrationsprojekten. Ein wichtiges Projekt darunter ist das Projekt “incluso”, welches für 40 Migrantenjugenliche der dritten Oberstufe Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung stellt, welche sie bei der Lehrstellensuche begleiten. Damit wollen wir die Chancen der Migrantenjugendlichen in der Lehrstellensuche fördern.
Im weiteren unterstützt der Kanton die Fachstelle FABIA in der Integrationsarbeit (www.fabialuzern.ch) und den Dolmetsch-dienst Zentralschweiz der Caritas Luzern (www.dolmetschdienst.ch).
Ganz neu haben die sechs Zentralschweizer Kantone die Website www.integration-zentralschweiz.ch eingerichtet, welche über verschiedene Angebote und Projekte informiert.
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